Schloss-Besucher spenden für Palliativzentrum

Benefizabend in Gieboldehausen: 70 Gäste genießen Programm
im außergewöhnlichen Ambiente

Genießen und Helfen. Unter diesem Motto stand der Benefizabend zugunsten des Fördervereins für Palliativpatienten der Universität Göttingen am Mittwoch in Gieboldehausen. 70 Personen, unter ihnen viele Gäste aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik, brachten sich bei der Veranstaltung im Schloss als Spender ein.

Gieboldehausen (hho). Als voradventliches Kultur-Highlight hat sich die Veranstaltung im Kaminzimmer und im Foyer des Fachwerkschlosses wiederum erwiesen. Wie schon in den Vorjahren wohnten zahlreiche Gäste, viele von ihnen aus Göttingen, dem Benefizabend bei.
Der von den Teilnehmern zu entrichtende Eintrittspreis in Höhe von 50 Euro kommt wieder dem Förderverein für Palliativpatienten zugute. Auch für das im Bau befindliche neue Palliativzentrum und weitere Aktionen sollten die Spenden verwendet werden, berichtete Fördervereinsvorsitzende Veronika Frels in ihrer Begrüßungsansprache.

Herzlich bedankte sich Frels bei Heidrun Krätzschmar, Geschäftsführerin der Dienstleistungsgruppe Piepenbrock.
1000 Euro hat das Unternehmen dem Förderverein spendiert.
Den musikalischen Empfang vorm Schloss bereitete den Gästen das Bläsercorps der Jägerschaft Göttingen. Das Rosenensemble des Sinfonieorchesters Göttingen trug im Kaminzimmer in besinnlich-festlicher Runde Stücke von Mozart und Beethoven vor. Norbert Baensch, ehemaliger Chefdramaturg am Deutschen Theater, brachte sich in das Programm mit Lesungen ein.
Ebenso wie die Musiker und Baensch verzichteten auch das Restaurant Graf Isang, das den Imbiss lieferte, sowie der Kulturkreis Schloss Gieboldehausen, der für die Getränke sorgte, auf eine Bezahlung. Monika Frels zollte den Mitgliedern des Kulturkreises Schloss, die den Abend mit vorbereitet hatten und mithalfen, Anerkennung. Kulturkreis-Vorsitzender Ulrich Haase freute sich, dass das Schloss in Gieboldehausen “als Veranstaltungsort für den Benefizabend bis hin nach Göttingen ausstrahlt”. Mit Fleckenbürgermeister Norbert Leineweber ist sich Haase einig: “Das tut Gieboldehausen gut.”


    Neues Wegekreuz am Erlenhof feierlich eingeweiht

Junge Generation hat sich eingebracht

Der Flecken Gieboldehausen ist um ein weiteres Schmuckstück in der Feldflur reicher: Im Rahmen einer Feierstunde ist am Sonntag, 16.10.2005 das neue Wegekreuz beim Erlenhof eingeweiht worden.

Gieboldehausen (cs). Ein Ort der Ruhe und Besinnung sowie ein Blickfang der besonderen Art sind am Weg hinter der alten Molkerei in der Nähe des Reiterhofes entstanden: Das neue, kunstvoll gestaltete Wegekreuz lädt Wanderer und Radfahrer zum Verweilen ein. Kein Wunder, dass sich am Sonntag zahlreiche Einwohner des Fleckens zur offiziellen Einweihung einfanden.
Als bestes Beispiel für gelebten Bürger- und Gemeinsinn bezeichnete Bürgermeister Norbert Leineweber die Errichtung des neuen Wegekreuzes. Durch Einsatz des Ortsheimatpflegers Gerhard Rexhausen und vieler Helfer und Sponsoren sei es gelungen, das kulturhistorisch wertvolle Zeichen in Eigeninitiative und ohne finanzielle Beteiligung der Gemeinde zu fertigen.
Besonders erfreulich sei, dass sich auch die junge Generation in das inzwischen dritte Projekt des Ortsheimatpflegers eingebracht habe, berichtete Leineweber. Die Holzarbeiten hatte Markus Gerhardy, ein junges Vorstandsmitglied des Heimat- und Verkehrsvereins, ausgeführt – gerade als seine Ehefrau Tanja ihr drittes Kind erwartete. Grund genug, den beiden besonders für ihr Engagement zu danken. Den finanziellen Grundstock hatte dagegen Familie Sommer vom Erlenhof gelegt, als sie den Erlös einer Tombola vom Tag des offenen Hofes spendete. Aber auch den übrigen Sponsoren sowie Reinhard Stender, Herbert Kemmling, Werner Grobecker, dem Bauhof, und natürlich dem Initiator Rexhausen wurde für die Mithilfe gedankt.
“Dass ein so ein wunderschönes Wegekreuz entstanden ist, macht mich sprachlos”, schwärmte Pfarrer Matthias Kaminski, der das Kunstwerk weihte. Die Kreuze seien für gläubige Christen ein Zeichen der Liebe Gottes und es freue ihn, dass Bildstöcke und Wegekreuze im Flecken nicht in Vergessenheit gerieten, sondern gepflegt würden. “Das sagt aus, dass in so einer Gemeinde Gott noch einen Platz hat”, sagte der Geistliche.

Hinweis auf Kapelle
“Das alte Kreuz war marode und verfallen, eine Restaurierung nicht mehr möglich”, erklärte Rexhausen. Wann, warum und von wem das alte Symbol der Frömmigkeit an diesem Platz errichtet wurde, sei bislang noch nicht bekannt. Der Ortsheimatpfleger stellte aber verschiedene Theorien vor, die zur Aufstellung des Kreuzes geführt haben könnten. Zum einen habe das Flurstück früher den Namen “Schinneklusanger” getragen, was auf eine Kapelle hinweisen könnte.
Zum anderen habe sich an der früher dort verlaufenen Flurgrenze zwischen Gieboldehausen und Marsfelde der überörtliche bedeutsame Weg gegabelt. Während die linke Trasse von den Gieboldehäuser Pfarrern genutzt wurde, um zu ihrer Filiale in Rollshausen zu gelangen, gelangten die im Flecken ansässigen Gerichtspersonen auf dem rechten Weg zum Landgericht in Bernshausen.


Erstes Boßel-Turnier in Gieboldehausen - Anmeldungen ab sofort möglich!

Das hat in Gieboldehausen schon immer gefehlt: Ein breitensportliches Freiluftereignis, bei dem der Spaß und die Geselligkeit eindeutig im Vordergrund stehen. Die Gieboldehäuser Lutze haben das Boßeln als norddeutschen Trendsport erkannt, weil hierbei die körperliche Ertüchtigung und der Spaßfaktor in einem lutzistisch hervorragendem Verhältnis stehen. Und da man bei den Lutzen den Spaß gern mit anderen teilt, wurde die Idee zum "Ersten Gieboldehäuser Boßelturnier" geboren. Die Vereine und Clubs sind herzlich eingeladen Mannschaften zu entsenden, die sich in Wurfkraft und Marschtauglichkeit messen sollen.

Die Veranstaltung beginnt am Samstag, den 24. September 2005. Start und Ziel sind jeweils am Imbiss "Route 27" der Fa. Eichsfelder Wurstwaren Nachtwey (Alte Molkerei). Der Start der ersten Mannschaft ist für ca. 10.30 Uhr geplant. Die Verpflegung wird durch die Organisatoren sichergestellt. Nur auf der Boßelstrecke selbst sollten die Mannschaften ihre Marschverpflegung auf dem obligatorischen Bollerwagen selbst mitführen. Der Rundkurs umfasst 3,5 km und ist in ca. 3 Stunden zu schaffen; nach dem Zieldurchgang des letzten Teams, gegen ca. 18:00 Uhr findet die Siegerehrung statt.

Die Lutze bitten um Anmeldung der Mannschaften aus dem Kreis der Gieboldehäuser Vereinen, Clubs und Gruppen. Eine Mannschaft sollte dabei aus mindestens 5 Spielern bestehen. Vorkenntnisse sind selbstverständlich nicht erforderlich; Boßelkugeln werden gestellt! Damen-, Herren- und Mixed-Mannschaften starten in einer Kategorie. Informantionen und
Anmeldungen bei: Gieboldehäuser Lutzvereinigung e. V., Herr Markus Nolte, Totenhäuser Str. 27, 37434 Gieboldehausen, Tel.: 05528-2863. Die Anmeldungen werden bis zum 10. September erbeten.

Wer sich vorab schon einstimmen möchte, findet wichtige Informationen zum Boßeln unter
www.dielutze.de in der Rubrik Forum, sowie in der Fotogalerie 2005


    Zur Hubertusmesse im Schlosspark Gieboldehausen      


Schon im Mittelalter hat sich der Brauch der Hubertusmesse herausgebildet und eine feierliche Messe zu Ehren des Heiligen Hubertus – dem Schutzpatron der Jäger -  zu lesen.
Die Kirche wurde mit dem Grün der Wälder geschmückt, statt Chor und Orgel übernahmen später Jagdhörner die Liturgische Musik. Die heutigen Jäger wollen diesen alten Brauch wieder pflegen. Die Melodien der Hubertusmesse sind über 200 Jahre alt. Sie wurden meist mündlich überliefert und im improvisierten Satz vorgetragen.

(2003: Hubertusmesse anläßlich der 1000-Jahr-Feier)

Das Parforcejagdhorn ist ein Naturwaldhorn (ohne Ventile) und war das Jagdhorn der Hetzjagd zu Pferde (Parforcejagd).

Nach einer großen Pause beginnt nun seit etwa 1960 von Frankreich ausgehend die Renaissance dieser großen Jagdmusik.
Im Jahre 1982 übernahm es das Bläserkorps der Jägerschaft Duderstadt, die Liturgische Musik zur Hubertusmesse zu blasen, um auch im Eichsfeld diese kirchliche und jagdliche Tradition fortzusetzen, die besonders im Schlosspark von Gieboldehausen seine eigene Note findet.


    Kreuz am Erlenhof soll neu errichtet werden

Ortsheimatpfleger hofft auf Spenden beim Hoffest / Gemeindekasse ist leer

Gieboldehausen (hho). Unermüdlich setzt sich der Ortsheimatpfleger der Fleckengemeinde für die Erhaltung von Bildstöcken und Wegekreuzen ein. Nachdem mit Hilfe von Gerhard Rexhausen erst kürzlich ein restauriertes Zeichen des Glaubens unterhalb des Neubaugebiets Zur Vogelsburg neu gesegnet werden konnte (Tageblatt berichtete), soll nun ein Wegekreuz am Reiterhof Erlenhof erneuert werden.
“Wir sind späteren Generationen gegenüber in der Pflicht, solche alten, von unseren Vorfahren übernommenen Glaubenszeichen zu erhalten oder zu ersetzen”, betont Rexhausen. Dass er mit seinem Anliegen bei der Bevölkerung zunehmend auf Verständnis und Spendenbereitschaft stößt, freut den Mitherausgeber der Chronik “1000 Jahre Gieboldehausen”. “Die Gemeindekasse ist leer, von dort ist leider keine Hilfe zu erwarten.”
Gelegen kommt dem Ortsheimatpfleger jede Aktion und Privatinitiative: So auch ein Hoffest, dass der Reiterhof Erlenhof am kommenden Sonntag, 26. Juni, in Gieboldehausen veranstaltet. Schließlich soll dabei die gesamte Einnahme einer Tombola zur Neuerrichtung eines Wegekreuzes beitragen, das direkt vor dem Erlenhof stand. Das marode Relikt samt zerstörtem Christus-Körper kann nicht mehr repariert werden.


Erlenhof-Besitzer Karl-Heinz Sommer hofft auf zahlreiche Besucher, die sich an der Tombola beteiligen. Das Hoffest findet in der Zeit von 12 bis 18 Uhr statt. Informationen und Unterhaltung werden zum Thema Landwirtschaft und Pferdesport geboten. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Neben Land Café und Hofladen ist der Erdbeerhof Keufner vertreten.

entnommen aus ET vom 23.06.2005


     

    Marodes Gebälk weicht neuem

    Sanierung des Dachstuhles der Gieboldehäuser St. Laurentiuskirche läuft auf vollen Touren

    Von Silvana Tismer


Seit etwa 14 Tagen bietet die Gieboldehäuser St. Laurentius-Kirche ein ungewohntes Bild. Rundherum stehen Gerüste, der kleine Turm ist verhüllt, und auf den Bohlen arbeiten emsige Bauleute. “Vor zwei Jahren haben Mitglieder des Kirchenvorstandes bei Arbeiten am kleinen Erker entdeckt, dass mehrere Schwellen völlig kaputt sind”, erzählt Werner Grobecker, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes. “Sie waren teilweise verrottet, teils gerissen und manche auch gar nicht mehr vorhanden.” Die 1729 fertig gestellte Kirche besitzt einen freitragenden Dachstuhl, der auf den Fußschwellen aufliegt und die Kräfte auf die Außenmauern überträgt. “Auch die Anschlusspunkte sind faul”, fügt der Gieboldehäuser Architekt Markus Otto, der das Projekt betreut, hinzu. Und auch in der Laterne - der Innenraum des kleinen Turmes – wurden Fäulnisschäden an den Ständern festgestellt.
Zwei Jahre dauerte es, bis nach Planung und Bereitstellung von Mitteln mit der Sanierung begonnen werden konnte. Nun sind die Mitarbeiter regionaler Firmen damit beschäftigt, das 1000 Quadratmeter große Dach abzudecken, teilweise schon wieder neu einzudecken, Unterspannbahnen zu ziehen und die Holzkonstruktion zu sanieren. Nicht mehr zu rettende Schwellen werden durch neues Eichenholz ersetzt, marode Balken in der Dachkonstruktion durch Fichtenholz. “Dabei arbeiten wir eng mit dem kirchlichen und dem staatlichen Denkmalschutz zusammen”, erklärt Otto. Insgesamt soll die Sanierung des Daches zwei bis drei Monate dauern. “Je nach dem, wie viel Schäden wir noch finden”, so der Architekt. Finanziert wird die Baumaßnahme durch Zuschüsse der Diözese, aus Spenden der Gemeinde und einer Zuwendung aus dem Fördertopf des Strukturfonds der Europäischen Gemeinschaft.

Historische Jahreszahl

Aber die Gemeinde hat noch mehr vor und dafür in der Chronik des Gotteshauses gestöbert. “Die 1729 aufgebrachten Dachziegel lagen bis 1953 und wurden dann von der Dachdeckerfirma Kohlrautz durch Hohlpfannen ersetzt. Und die Apsis war noch bis Anfang der 70er-Jahre mit Biberschwänzen gedeckt”, erinnert sich Grobecker. Der 1729 aufgesetzte Dachreiter war zudem bis in die 70er mit Faserzementplatten behängt. In ihm hing bis 1917 eine kleine Evangelienglocke. “Da könnte auch wieder eine hinein”, schwärmt Grobecker. Bisher beherbergte das Türmchen eine Sirene, die seit 20 Jahren nicht mehr benutzt wurde und im Zuge der Arbeiten entfernt wurde. Klar ist dagegen, dass die Bekrönung der Kirche erneuert wird und dies nach altem Vorbild. Denn die ursprüngliche Wetterfahne trug die Jahreszahl 1729. “Und die wird auch wieder auf der Wetterfahne stehen”, so der Kirchenvorstand. Während der Bauarbeiten bleiben Kirchplatz und Kirche geschlossen und werden nur zu den Gottesdiensten geöffnet, denn die werden während der Sanierung weiter in St. Laurentius gefeiert.

entnommen aus dem ET vom 18.06.2005


    Beate Bode aus Gieboldehäuser Gemeinderat verabschiedet

Als Beate Bode (CDU) vor acht Jahren in den Fleckenrat gewählt wurde, war sie dort noch die einzige Frau. Nach fast zwei Legislaturperioden nahm Bürgermeister Norbert Leineweber (CDU) jetzt Abschied von „unserer Powerfrau“, flankiert von den Fraktionsvorsitzenden Otmar Pfeifenbring (SPD) und Bernward Wucherpfennig (CDU) sowie Olaf Müller (Verwaltung). Bode, für die Willie Rudoph nachgerückt ist, hat ihr Mandat aus beruflichen Gründen niedergelegt, da sie eine Leitungsfunktion in einem Leipziger Seniorenheim übernommen hat. Leineweber überreichte der „vielfältig ehrenamtlich engagierten Gieboldehäuserin“ eine 1000-Jahr-Feier-Silbermedaille und einen kleinen Blumenstrauß ku/Mahnkopf

Ausgabe: ET Datum: 07.06.2005


    Bildstock an der Bundesstraße 247 neu eingeweiht

Dank privater Initiative konnte das missionarische Zeugnis in Gieboldehausen restauriert werden

“Zur Nachahmung empfohlen.” Dies wünschte sich Gieboldehausens Bürgermeister Norbert Leineweber bei der Wiedereinweihung eines Bildstocks im Flecken, der dank einer privaten Spende restauriert und neu eingeweiht werden konnte.
Gieboldehausen
(hho). Knapp 100 Bürgerinnen und Bürger der Fleckengemeinde, die meisten von ihnen Mitglieder der Pfarrgemeinde St. Laurentius, nahmen am Dienstagabend an einer kleinen Andacht teil, die Pfarrer Matthias Kaminski unterhalb des Wakebergs am Fußweg Am Bildstock zelebrierte. Während Lastwagen und Autos auf der B 247 an der religiösen Versammlung vorbeirauschten, hielten die Gläubigen eine halbe Stunde lang inne. An “einem schönen Abend für den Flecken”, wie Pfarrer Kaminski bei der Segnung samt “Vater Unser” und “Großer Gott, wir loben Dich” anmerkte.

Andacht am Bildstock:
Pfarrer Matthias Kaminski freute sich bei der Einsegnung über zahlreiche Gläubige.
(Foto: Blank)

Die Wiedereinweihung des Bildstocks zwischen den beiden Ortseinfahrten Martin-Luther-Ring und Obertorstraße geht auf Initiative des Heimat- und Verkehrsvereins und im besonderen Maße auf das Engagement des Ortsheimatpflegers Gerhard Rexhausen zurück.

Möglich wurde die Restauration erst durch eine private Spende in ungenannter Höhe von der Familie von Theo Gerhardy.
Bürgermeister Leineweber dankte dem anwesenden Spender seitens der Gemeinde für den “gelebten Bürgersinn”, der Schule machen könnte. Gerhardy wiederum würdigte die Arbeit des Ortsheimatpflegers, der später Einzelheiten zum Bildstock erläuterte und der Gemeinde und dem Bauhof, besonders Bauhofleiter Herbert Spender, für die Unterstützung dankte.

Dankeschön an Theo Gerhardy (2.v.l.): Bürgermeister Norbert Leineweber (l.) und Stellvertreter Otmar Pfeifenbring würdigen das Engagement des Gieboldehäusers.
 

Der restaurierte Bildstock erinnert an den im Ersten Weltkrieg gefallenen Christian Gerhardy. Über viele Jahrzehnte fristete das Denkmal ein eher unscheinbares Dasein. Der Zahn der Zeit nagte.
Bildstöcke und Wegekreuze seien Zeichen und Ausdruck des Glaubens im Eichsfeld, erläuterte Pfarrer Kaminski. “Die stummen missionarischen Zeugen an den Straßen haben den Menschen auch heute noch viel zu sagen”, betonte der Geistliche. “Sie verweisen auf Gott, unseren Schöpfer.”


    Turnverein übernimmt Patenschaft für Wanderwege

Wegenetz im Rotenberg lädt zum Naturerlebnis ein
    

 

 

 

 

 

M it einer Feierstunde auf dem Grillplatz Tischengrund hat der Turnverein Germania Gieboldehausen (TVG) die Patenschaft für den Wanderweg Nummer 7 im Rotenberg übernommen. Die Strecke ist Teil des vom Heimat- und Verkehrsvereins angelegten Wegenetzes im Naherholungsgebiet.

Von Christina Sandler

Gieboldehausen. Vor zwei Jahren hat der Heimat- und Verkehrsverein Gieboldehausen (HVV) begonnen, in unzähligen ehrenamtlichen Arbeitsstunden acht Wanderwege im Rotenberg zu vermessen, feuchte Abschnitte auszubessern und die Strecken zu beschildern. Seit vergangenem Sommer können Wanderfreunde das Naherholungsgebiet nun auf Wegen mit einer Gesamtlänge von 39,2 Kilometern erkunden.

Ein Angebot, von dem reger Gebrauch gemacht wird, wie sich bald herausstellte. Anlässlich der Übergabe der Patenschaft für den Wanderweg Nummer 7 hatten HVV, TVG und die Gieboldehäuser Lutzevereinigung zu einer Wanderung im Rotenberg eingeladen. Mit Kind und Kegel hatten sich 70 Naturbegeisterte eingefunden, um unter Leitung der Wander- und Wegewarte Wilfried Basdorf (HVV) und Michael Ohm (TVG) die acht Kilometer lange Strecke zurückzulegen und an der Feierstunde teilzunehmen.
“Es ist unser Ziel, das Interesse für den Lebensraum Wald und den Rohstoff Holz zu wecken sowie das Engagement der Menschen für den Natur- und Umweltschutz zu fördern”, erklärte Alois Grobecker, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen komme die Wahrnehmung in der Natur zu kurz. “Wir wollen den Wald erlebbar machen”, so Grobecker.

TVG leistet Schützenhilfe

Schützenhilfe erhielt der 57 Mitglieder starke HVV am Sonntag vom TV Germania, der die Patenschaft für den Wanderweg Nummer 7 übernahm. “Als größter Sportverein im Ort fühlen wir uns verpflichtet, den HVV zu unterstützen und die Wege zu erhalten”, erklärte Vorstandsmitglied Manfred Bock. Spontan hatte sich der Verein entschlossen, einen finanziellen Zuschuss zu geben, bei der Beschilderung zu helfen und die Patenschaft zu übernehmen. Der TVG verpflichtet sich damit, die Strecke regelmäßig abzugehen, Veränderungen festzustellen und fehlende Markierungen anzubringen. “Wir hoffen, dass auch andere Vereine Patenschaften übernehmen”, so Bock.

Grobecker nutzte die Gelegenheit, um Wander- und Wegewart Wilfried Basdorf zu danken, der die Wege mühsam aber sorgfältig vermessen und ausgeschildert hatte. Unterstützt wurde er von Michael Ohm und Mitarbeitern des Bauhofes Gieboldehausen. Aber auch die Lutzevereinigung, die den Grillplatz bewirtschaftet und die Wanderer mit Gegrilltem und Getränken versorgte, sowie die Realgemeinde schloss Grobecker in seinen Dank ein. 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 03.05.2005


Mit seltenen Tieren des Waldes auf Tuchfühlung

Wanderwege verbinden beeindruckende Aussichten und historische Geschehnisse

Gieboldehausen (cs). Die acht ausgeschilderten Wanderwege im Rotenberg bieten Erholungssuchenden Gelegenheit, den Alltagsstress hinter sich zu lassen und mit der Natur auf Tuchfühlung zu gehen. Die mit fast acht Kilometern längste und wohl auch schönste Strecke Nummer 7 führt vom Parkplatz Marienbildstock/Rhumestraße an der Rhume entlang Richtung Elbingen und weiter zum Schierenberg. Zur Orientierung dienen die Schilder mit dem blauen Quadrat.
Nahe der rund 500 Jahre alten Eiche lädt eine vom Heimat- und Verkehrsverein Gieboldehausen und Verkehrsverein (VV) Hattorf im vergangenen Jahr aufgestellte Sitzgruppe zum Verweilen ein. Bei gutem Wetter breitet sich hier ein beeindruckendes Panorama bis zu den Göttinger Bergen und nach Thüringen vor den Augen der Wanderer aus.

35Meter hohe Stieleiche
Eine Informationstafel gibt Auskunft über die rund 35 Meter hohe Stieleiche mit einem Stammdurchmesser von 4,80 Metern. Selbst mehrere Blitzeinschläge konnten dem einzigartigen Baum nichts anhaben. Ein zweites Schild mit Daten aus 500 Jahren Gieboldehäuser und Hattorfer Geschichte soll in naher Zukunft folgen.

Die abwechslungsreiche Strecke durch Feld und Wald führt dann weiter zur Thomas-Hütte und entlang des historischen Fastweges zu den Hügelgräbern aus der Bronzezeit. Eine weitere Tafel informiert den Wanderer über den 1002 erstmals urkundlich erwähnten Weg auf dem Kamm des Rotenberges. An der Fastwegkreuzung geht es schließlich wieder zurück in Richtung Gieboldehausen, vorbei am größten Hainbuchenbestand Südniedersachsens. Das unter Naturschutz stehende Gebiet kann auf einem weiteren Rundweg erkundet werden.

Seltene Tiere am Wegesrand
Ob Kleiber, Hornissen oder Eidechsen: “Es gibt auf dem Weg immer viel zu entdecken, man muss nur die Augen offen halten”, weiß Wander- und Wegewart Wilfried Basdorf vom HVV aus Erfahrung. Er hatte die Strecken vermessen, beschildert und auch die hölzernen Wegweiser in liebevoller Handarbeit geschnitzt. Ein mit dem VV Hattorf erstelltes Faltblatt zu den Wanderwegen soll im Sommer erscheinen.

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 03.05.2005


    Albert Langhorst seit über 50 Jahren bei Kolping

Gieboldehäuser Gesellenverein zeichnet treue Mitglieder aus / Paul Otto hält Festvortrag

Gieboldehausen (hho). 1938 war er mit seinem Bekenntnis zum Gesellenvater Adolph Kolping Mitglied der Kolpingsfamilie Gieboldehausen geworden, bevor sie dann unter dem NS-Regime verboten wurde. 1955 schloss sich Albert Langhorst nach seiner Rückkehr aus fünfjähriger Kriegsgefangenschaft noch einmal offiziell dem Gesellenverein an, dem er nun insgesamt schon weit über 50 Jahre angehört.
Anlässlich des St.-Josef-Schutzfestes zeichnete die Kolpingsfamilie am Sonntag treue Mitglieder aus. Neben Albert Langhorst auch Alois Grobecker, der seit 25 Jahren Mitglied ist. Die Feierstunde fand im Pfarrheim im Anschluss an die Messe in St. Laurentius statt, die Pfarrer Matthias Kaminski, der Präses der Kolpingsfamilie, zelebrierte.
Kolpingvorsitzender Ralf Regenhardt hielt im Pfarrheim auch ein Präsent für Ulrich Haase und Heinz Hobrecht bereit, die sechs Jahre lang als Beisitzer dem Vorstand der Kolpingsfamilie angehörten. Eingebettet ins Beisammensein samt Mittagessen war ein Vortrag des Krebeckers Paul Otto, der Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Eichsfeld ist.
Otto, ein Bruder der stellvertretenden Gieboldehäuser Kolpingvorsitzenden Ursula Ring, widmete sich der Frage, wie sich die wirtschaftliche Situation im Eichsfeld 15 Jahre nach der Wiedervereinigung darstellt. Der Sparkassenvorstand zog ein insgesamt positives Fazit. In den letzten Jahren sei bei der Entwicklung eine gefestigte mittelständische Unternehmensstruktur zu verzeichnen gewesen, die zudem durch eine relative Vielfalt von Branchen gekennzeichnet sei, erläuterte Otto. Die Nähe zu den Universitätsstandorten Göttingen, Kassel und Nordhausen berge ebenso positive Potenziale wie das Forschungs- und Entwicklungszentrum der Firma Otto Bock und die namhafte Forschungseinrichtung iba (Forschungsinstitut für Bioprozess- und Analysemesstechnik) in Heiligenstadt. Es gelte, in der Wirtschaftsregion Südniedersachsen, Nordhessen und Nordthüringen enger zusammenzurücken, auch über die politischen Grenzen hinaus, forderte Paul Otto: “Die Unternehmen dieser, unserer Wirtschaftsregion sind gefordert, sich durch Nutzung gemeinsamer Potenziale den globalisierenden Märkten zu stellen.”


    Partner im Boot

Ungarn im Flecken

Gieboldehausen (hho). Mit dem Besuch einer offiziellen Delegation aus Ungarn hat die angestrebte Partnerschaft zwischen der Fleckengemeinde Gieboldehausen und der Stadt Gárdony schärfere Konturen angenommen. Von Donnerstag bis gestern waren die Gäste, unter ihnen Bürgermeister István Szabó, im Eichsfeld zu Gast.

 

Deutsch-ungarische Begegnung: Bürgermeister Szabó (vorn) und Leineweber auf der Rhume, Wilfried Basdorf vom WSC steuert.

Foto: Tietzek


Vor zwei Jahren streckten die Bunten den Fühler nach Ungarn aus. Nach ersten Begegnungen auf schulischer Ebene und Kontakten unter Vereinen konnten die engeren Verbindungen des Landkreises Göttingen mit der Region Szekesfehevar in Ungarn inzwischen durch weitere Treffen auf Gieboldehäuser Ebene vertieft werden. Im vergangenen Jahr weilte eine zwölfköpfige Delegation aus dem Flecken in der 5600 Einwohner zählenden Stadt Gárdony am Südufer des Velence-Sees, ziemlich genau zwischen dem Plattensee und der Hauptstadt Budapest. Nun fand der offizielle Gegenbesuch statt.
Mit Bürgermeister Szabó reisten sieben Mitglieder des Stadtrats von Gárdony/Agárd an. Gieboldehausens Bürgermeister Norbert Leineweber und Mitglieder des Fleckenrates sowie Vereinskoordinator Klaus-Dieter Grobecker betreuten und begleiteten die Gäste in den vergangenen Tagen. Bei zahlreichen Begegnungen, darunter Besuche verschiedener Institutionen und Betriebe wie das Unternehmen Otto Bock in Duderstadt und die Jacobi Tonwerke in Bilshausen, kamen sich Gäste und Gastgeber näher. Freundschaftlich ging es bei den Vereinsbesuchen zu, symbolträchtig gar beim Abstecher zum Wassersportclub Gieboldehausen. In einem Boot nahmen die Bürgermeister Fahrt auf der Rhume auf.
Gestern Morgen hieß Pfarrer Matthias Kaminski die ungarische Delegation bei der Messe in der St. Laurentius-Pfarrkirche willkommen. Gegen Mittag hieß es Abschied nehmen. Vom Flughafen Hannover starteten die Gäste in ihre Heimat.


    Bereits 76 von 160 Grundstücken verkauft

Bürgermeister zieht positive Zwischenbilanz für Baugebiet Südliche Vogelsburg

Gieboldehausen (ku). Nur wenige Jahre nach dem Mammutprojekt “Vogelsburg” mit 120 Bauplätzen ist im Flecken der größte Wohnbebauungsplan seiner Geschichte aufgestellt worden. Zweieinhalb Jahre nach Erschließung der 160 Bauplätze südlich der Vogelsburg, auf die auch sein Vorgänger Reinhard Grobecker mit Blick auf die Zukunft immer wieder gedrängt hatte, zieht Bürgermeister Norbert Leineweber eine durchweg positive Zwischenbilanz.

“Anders als in vielen anderen Orten, die nur mühsam Bauplätze verkaufen können, hat sich das Baugebiet Südliche Vogelsburg erfreulich entwickelt und läuft schneller voll als erwartet”, sagt Leineweber. Angesichts der demographischen Entwicklung geht er aber davon aus, dass die Bauland-Reserve am dortigen Südhang noch für einige Jahre ausreicht. Das Wachstum des Fleckens, der derzeit 4114 Einwohner hat, liege dank Zuzügen noch im positiven Bereich, habe sich gegenüber den Vorjahren allerdings abgeschwächt.

Von den 160 Grundstücken sind bereits 76 verkauft. 54 Häuser sind fertiggestellt oder befinden sich im Bau, für elf weitere sind Bauanträge gestellt. Der “landläufigen Meinung, dass sich dort nur Auswärtige ansiedeln”, widerspricht Leineweber. Zwei Drittel der Häuser würden von jungen Familien aus dem Ort gebaut. Von den 84 noch freien Grundstücken gehören 18 der Gemeinde, die “einen sozialverträglichen Preis von 25 Euro pro Quadratmeter ohne Erschließungskosten erhebt.” Die 2,5 Kilometer Straßen, die nach Gegnern der NS-Diktatur benannt sind, sind verkehrsberuhigt und frei von Durchgangsverkehr.

                                                            Foto: Tietzek
Wächst schneller als erwartet: das Neubaugebiet südlich der Vogelsburg.

entnommen aus den Eichsfelder-Tageblatt vom 12.04.2005

 


Viele Bildstöcke verwittern

Sanierung nötig: HVV Gieboldehausen ruft zu Initiativen auf

 

Aus besonderen Anlässen wurden sie errichtet, vielfach zur Erhörung einer Bitte oder als Dank für die Errettung aus Not und Krankheit. Doch an den Zeugen vergangener Jahrhunderte nagt der Zahn der Zeit. Viele Bildstöcke verwittern. Dringend müssten sie restauriert werden.
Gieboldehausen
(hho).

In der Jahreshauptversammlung des Heimat- und Verkehrsvereins (HVV) Gieboldehausen wies Ortsheimatpfleger Gerhard Rexhausen auf das Problem hin. Denn auch in der Fleckengemeinde gibt es mehrere Bildstöcke, die durch Umwelteinflüsse arg in Mitleidenschaft gezogen sind.
Zumindestens konservieren und in ihrem jetzigen Zustand erhalten sollte man diese Denkmale, regte Rexhausen an. In Form von Patenschaften oder auch einer Bürgerstiftung könnte dies finanziell gelingen, wünschte sich der Ortsheimatpfleger eine Inititalzündung: “Wir müssen ein Bewusstsein für diese einzigartigen Kulturgüter wecken”, mahnte der Ortsheimatpfleger an, der auch 2. Vorsitzender des HVV ist. “Möglicherweise gibt es auch in unserer Gemeinde Menschen, die gern und mit gutem Gefühl etwas für ihre Heimat spenden.”
Dank an Geschichtswerkstatt
Vorsitzender Alois Grobecker würdigte in seiner Jahresbilanz die Verdienste Rexhausens um den 1000-Jahre-Gedenkstein im Schlosshof. Außerdem stellte er die “unschätzbare Arbeit” der Geschichtswerkstatt um Gerhard Rexhausen, Willi Bode und Günter Sommer sowie des Wander- und Wegewarts Wilfried Basdof heraus. Als Vorhaben des HVV zählte Grobecker die Heraushabe einer neuen Wanderkarte für den Bereich Rotenberg heraus, die in Zusammenarbeit mit dem befreundeten Heimat- und Verkehrsverein Hattorf erfolgen soll.
Zu den zentralen Punkten der Versammlung im Kaminzimmer des Schlosses zählten die Vorstandswahlen sowie die Neuaufnahmen von Mitgliedern. Unter der Wahlleitung von Hubert Gerhardy und Anwesenheit von Samtgemeindebürgermeister Reinhard Grobecker wurde Alois Grobecker für weitere drei Jahre im Amt des Vorsitzenden bestätigt. Stellvertreter bleibt Gerhard Rexhausen, Schatzmeister Uwe Sommer. Die Nachfolge von Schriftführerin Maria Hartmann, die nicht wieder kandidierte, trat Renate Sommer-Wüstefeld an. Wander- und Wegewart bleibt Wilfried Basdorf.
Die drei Beisitzer im HVV-Vorstand sind die wiedergewählten Herbert Borgmeyer und Michael Döring sowie Markus Gerhardy, der das Amt von Josef Hartmann übernahm. Zu Kassenprüfern bestimmte die Versammlung Michael Ohm und Marius Nienstedt.
Erfreulich stellt sich die Mitgliederentwicklung des HVV dar. Zu den bislang 43 Männern und Frauen im Verein, denen der Flecken als Heimatort und Anziehungspunkt für Fremde und Gäste am Herzen liegt, gesellten sich bei der Versammlung gleich zehn neue Mitglieder: Neben Klara Sommer, Josefa Sommer, Ursula Runge und Tanja Gerhardy traten Heinrich Bode, Lutz Runge, Theo Sommer, Martin Nolte, Michael Ohm und Herbert Stender dem HVV bei.


Bericht über Senioren-Veranstaltungen am Sonntag 06.03. 2005.

Großer Senioren Zuspruch

Zu einer erneuten Veranstaltung “Gemeinsames Mittagessen für Senioren im Schloss” konnte die Seniorenbeauftragte Helga Kolter wieder eine große Anzahl Teilnehmer im Namen der Gemeinde Gieboldehausen begrüßen.
Aufgrund der begrenzten Räumlichkeiten war es diesmal leider nicht möglich allen interessierten Senioren die Teilnahme zu ermöglichen.

Die teilnehmenden Senioren waren begeistert von dem guten und preisgünstigen

Mittagessen und meldeten sich zum Teil spontan für dien nächsten Termin ( Sonntag 10. April 2005) an.

Außer den Mittagstisch-Veranstaltungen sind von Helga Kolter noch weitere Veranstaltungen für Senioren im Schloss geplant, deren Termine zu gegebener Zeit in der Presse und den Informationsblättern bekantgegeben werden.


Gieboldehäuser Messdiener begrüßten das neue Jahr mit einer Feier und festlicher Jugendmesse

 

Ein sichtbares Zeichen haben sich die Ministranten von Gieboldehausen selbst zum Geschenk gemacht. Bei ihrer Neujahrsfeier im Pfarrheim St. Laurentius segneten sie ihre neue Fahne in einer Jugendmesse feierlich ein.

 

 

Gieboldehausen (ti). „Sie soll uns nicht nur bei Umzügen begleiten, sondern auch bei hohen Feiertagen, Wallfahrten, Prozessionen und der Einführung neuer Ministranten“, freuen sich Pfarrer Matthias Kaminski und die Leiterin des Ministrantenteams, Regina Weinrich, über die neue Fahne.
Entstanden ist sie bei einem Workshop im Rahmen einer Ministrantenfreizeit. „Damals entwarfen wir das Logo“, erinnert sich Regina Weinrich. „Dabei kam uns der Gedanke, eine eigene Fahne anzuschaffen.“ Die wurde durch Spenden und Sponsoren finanziert. „Dafür haben sich viele Gemeindemitglieder und Freiwillige engagiert“, freut sich Pfarrer Kaminski.
Allein 86 Ministranten zählt der Flecken Gieboldehausen. „Darauf sind wir wahnsinnig stolz“, meint Pfarrer Kaminski. „Es ist keine Seltenheit, dass an hohen kirchlichen Feiertagen bis zu 30 Messdiener im Altarraum stehen.“ Und um so schöner sei es zu sehen, dass sie auch zuverlässig und pünktlich sind, wissen, was sie zu tun haben und wie sie sich im Altarraum bewegen müssen, lobt Kaminski. „Dadurch können wir eine würdevolle Liturgie feiern. Die Messdiener sind übrigens im Alter zwischen zehn und 21 Jahren. Also nicht nur Schulkinder.“ Weiterhin stehen permanent 17 Jugendliche als Lektoren bereit.
Was die Ministranten miteinander verbindet, ist nicht nur der gemeinsame Dienst am Altar, sondern auch gemeinsame Freizeitaktivitäten. Dazu gehören Ausflüge, Radtouren, gemeinsame Freizeiten mit Workshops. Zudem tragen sie viele Aktivitäten in der Gemeinde mit. „Sternsingeraktion, Seniorengeschenke und Vorbereitung von Festen“, zählt Kaminski auf. „Ich bin stolz auf diese Truppe.“ Elf Personen zählt das Ministrantenteam unter der Leitung von Regina Weinrich. Sie kümmern sich um die Organisation von Veranstaltungen, bereiten die regelmäßigen Treffen und die Jugendgottesdienste vor.

Bemüht um Seelsorgeeinheit

Besonders engagiert sind die Gieboldehäuser Messdiener zudem im Zusammenwachsen der Seelsorgeeinheit. So dienen sie beispielsweise in Bodensee und Wollbrandshausen mit und engagieren sich für gemeinsame Freizeit. „So lernen sie, schon als Kinder über den Rand der eigenen Gemeinde hinauszusehen“, betonen Kaminski und Weinrich. Sie hatten für ihre Schützlinge als Geschenk ein Frühstücksbrett mit der Aufschrift „Sei ein lebendiger Fisch und schwimme gegen den Strom“ dabei.
Die Neujahrsfeier klang mit der Jugendmesse samt Fahnensegung in der Pfarrkirche aus. Musikalisch mitgestaltet wurde sie von einer Jugendband.