Bühnenspiel

 

 

Feuerwerk

 

 

Seniorennachmittag

 


Bühnenspiel

 

 

Mittelalter hält Einzug im Schlosspark

„Der König kommt, der König kommt“ - begeistert waren die Kinder beim Historienspiel dabei.

Foto: Nicole Claus 

Zwischen dem Besuch Heinrichs II. und Christian Wulffs liegt ein Millennium. Mit dem Ministerpräsidenten allerdings nichts zu tun hatte der vom Erlenhof ausgeschenkte Jubiläumsamet „Toller Christian”, der sich auf die dunklen Kapitel der Gieboldehäuser Geschichte bezog: Christian von Braunschweig, der sein Heerlager am Schloss aufgeschlagen hatte, kämpfte im 30-jährigen Krieg gegen Tilly. Das Mittelalter, das Nietzsche als Rülpser der abendländischen Kulturgeschichte bezeichnete, feierte fröhliche Urstände im Schlosspark, der am Wochenende Publikumsmagnet war. Das fahrende Volk der bundesweiten Mittelalter-Szene hatte im Halbrund diverse Stände errichtet, zwischen denen Gaukler, Spielleute und Feuerspucker Schabernack trieben.

Zu dem Ohren- und Augenschmaus, den Bürgermeister Norbert Leineweber mit dem kostümierten Auftritt von Kreismusikschulleiterin Sabine Gottschalk und ihren musikalischen Mitstreiterinnen beim Festakt verband, kam am Schloss noch der Gaumenschmaus hinzu. Die Palette reichte von Rahmflecken aus Niederorschel bis zu Spezialitäten aus dem Allgäu und dem Schwabenland, die in einer Söldnerschenke heruntergespült werden konnten.

Neben dem Schlosseingang war eine alte Münzerei platziert. Dort konnten sich die Besucher Jubiläumsmünzen in Zinn, Messing, Kupfer oder Feinsilber prägen lassen. Oder von einem Hufschmied Hufeisen mit ihrem Namenszug erstehen. Ein Holzbildhauer aus Hüpstedt war ebenso vertreten wie die Eichsfelder Ritterschaft der Burg Hanstein und der Geschichtswerkstatt Holzerode oder die Eichsfelder Frauenwerkstatt Worbis mit Stickereien und Spinnereien. Bogenschießen, Schreiben mit Federn, Korbmacher, Lederwaren und vieles mehr rundeten das Angebot ab.

Umrahmt wurde der Mittelalter-Markt von Darbietungen örtlicher Vereine auf der Natur- und einer weiteren Bühne. Dazu gehörte auch die Jazztanzgruppe des TV Germania, die in authentischen Kostümen ein Menuett nach Händels Wassermusik tanzte.

Dass sich in 1000 Jahren eigentlich doch nicht so viel geändert hat, machte ein alter Spruch an einem Stand deutlich: „Bet‘ und arbeit, sei nicht faul, bezahl’ deine Steuern und halt‘s Maul.” Kommentar der Marktbeschickerin: „Früher war es besser. Da gab es nur den Zehnt.”

Kuno Mahnkopf
Gieboldehausen,
25.05.2003 19:34


 

Feuerwerk

 


Feuerwerk sorgt für glanzvolles Finale



Sternenbouquets über dem Gieboldehäuser Festplatz.

Foto: Blank

Der Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins und Verwaltungsmitarbeiter Alois Grobecker, auf dessen Schultern die organisatorische Hauptlast ruhte, löste noch am Sonntagabend ein Versprechen ein: Da das Jubiläum bis hin zum Wetter reibungslos über die Bühne gegangen war, ließ er sich auf der Festzelt-Bühne von Helga Unterberg den Bart abrasieren.

Eine durchweg positive Bilanz des Ortsjubiläums zieht auch Bürgermeister Norbert Leineweber. „Die 1000-Jahr-Feier ist dank des Wetters sowie der präzisen und detaillierten Vorbereitungen rundum gelungen - vom Festakt über den historischen Festumzug bis zum Mittelalter-Markt und Begleitprogramm“, resümiert Leineweber und freut sich besonders über den friedlichen Verlauf ohne Streit oder einen einzigen Zwischenfall: „Alle Veranstaltungen waren großartig vorbereitet und trafen auf ebensolche Resonanz. Die Geburtstagsstimmung war mit Händen zu greifen.“ Die 1000-Jahr-Feier sei ein entscheidender weiterer Impuls für das Zusammengehörigkeitsgefühl im Ort gewesen, das er so stark wie nie zuvor empfunden habe.

„Die Vereine waren der Sauerteig des Jubiläums“, betont Leineweber: „Ohne sie wäre nichts gelaufen.“ Besonderer Dank gelte auch Alois Grobecker, der Ortschronistin Sabine Wehking und ihrem Mitstreiter Gerhard Rexhausen sowie Berthold Schotte, der im Festausschuss den Arbeitskreis Umzug leitete und für dessen Zusammenstellung zuständig war, sowie Karl Nolte von der Feuerwehr und Wilfried Nolte von der Polizei.


Kuno Mahnkopf
Gieboldehausen Duderstadt,
26.05.2003 20:02


Seniorennachmittag

 


Bis zum letzten Platz gefüllt

 


Foto: Matwijow 

„Schorse“ Heinemann begeisterte rund 850 Senioren im Gieboldehäuser Festzelt.


Diese Probleme mussten also mit viel Fairness und gutem Willen gemeistert werden. Denn, wer kommen wollte, sollte sich vorher bei der Gemeinde anmelden und konnte so einem Platz im Zelt zugeordnet werden. Eilig wurden zusätzliche Stühle und Tische herangeschafft, und so konnte das Programm doch pünktlich beginnen. Samtgemeindebürgermeister Reinhard Grobecker und Bürgermeister Norbert Leineweber freuten sich für die unerwartet große Resonanz. Leineweber betonte dabei, dass die Solidargemeinschaft der Samtgemeinde augenscheinlich hervorragend funktioniere.

Spaß und Sport

Die Tanzgruppe Wollbrandshausen läutete das Programm schwungvoll ein. „Das Original aus Bilshausen“, so Leineweber über Georg Heinemann, trat dann auf und begeisterte mit seinem humorigen Vortrag.

Die Seniorengruppe Bilshausen zeigte im Anschluss ihr Können als Tanzgruppe. Genauso ins Zeug legten sich der RCC Rüdershausen, die Trachtengruppe Obernfeld und die Tanzgruppe Gieboldehausen. Fehlen durfte auch Gisela Wüstefeld nicht. Die Kre-beckerin beglückte das Publikum mit diversen plattdeutschen Anekdoten. Nahtlos konnte Werner Grobecker, der Plattddütschen-Präsident, an diesen gelungenen Vortrag anknüpfen.

Zum Abschluss wurde es noch sportlich. Die Einradkunstfahrer vom Stahlross Obernfeld führten ihr Können vor und begeisterten die zahlreichen Zuschauer.

Durch den Nachmittag führte Reinhard Roth aus Rollshausen, während Helmut Lill aus Lindau die musikalische Begleitung übernahm.

Rauel Hamacher
Gieboldehausen Duderstadt,
6.05.2003 19:58

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