Flecken Delegation besucht ungarische Partnerstadt Gárdony

Nachdem im April 40 ungarische Jugendliche eine Woche lang in der Samtgemeinde Gieboldehausen zu Gast waren, ist eine 9-köpfige Delegation des Fleckens von einer 6tägigen Reise in die ungarische Partnerstadt Gàrdony zurückgekehrt.
Mitglieder des Fleckenrates, der Verwaltung und der Vereine waren der Einladung der Ungarn zu einem großen Partnerschaftstreffen anlässlich des 20. Geburtstages und des Fisch-, Wild-, Wein- und Palinkafestes gefolgt.
Begeistert und überwältigt von den vielfältigen Eindrücken sowie von der ungewöhnlichen Gastfreundschaft kehrte die Delegation unter Leitung des Bürgermeisters Norbert Leineweber nach Hause zurück.

Nach einem Besuch der Kreisstadt Szèkesfehèrvàr am Donnerstagvormittag folgte am Nahmittag in Gàrdony schon einer der Höhepunkte der Reise: Die deutsche Delegation war zugegen bei der feierlichen Unterzeichnung der Partnerschaft zwischen der polnischen Stadt Zary und Gàrdony.

Das Absingen aller Nationalhymnen gab dem Ganzen einen besonderen feierlichen Rahmen.
Wiedereröffnung des Heimatmuseums, Kunstausstellung von verschiedenen Künstlern sowie ein Platzkonzert der mitgereisten polnischen Musikkapelle mit anschließendem gemütlichem Beisammensein mit den ungarischen und polnischen Partnern rundeten den ersten Tag auf angenehme Weise ab.

Am Freitagmorgen, nachdem ein europäischer Maibaum gemeinsam aufgerichtet wurde, war ein europäischer Workshop angesagt. Deutsche, Polen und Ungarn stellten Besonderheiten ihrer Region, Historisches oder auch Innovationen verschiedener Arten großem Publikum in der Aula des Gymnasiums vor. Bgm. Leineweber legte den Schwerpunkt seiner Ausführungen auf die sportlichen Aktivitäten in und um Gieboldehausen. Verwaltungsvertreter Müller erläuterte den Zuhörern und Zuschauern die Planungen und Funktionsweise der Bioenergiegewinnung am Beispiel von Jühnde und Krebeck/Wollbrandshausen und weckte damit allergrößtes Interesse.
Sprachprobleme gab es nicht, da es exzellente Übersetzer gab.
Parallel zu unseren Workshops fand eine Dauerausstellung in einem großen Hotel statt, in der sich alle Partnerstädte darstellten. Natürlich war neben Aufnahmen aus der Geschichte Gieboldehausen und von Leuten alle Flaggen gehisst und der Bunte (in Kleinformat) präsentierte sich.
Höhepunkt des Freitagabends war dann ein gemeinsamer großer Musikabend. Zunächst sang oder spielte jede Gruppe einzeln (die Gieboldehäuser mit dem “Rhumelied” u. “Niedersachsenlied”), dann später wurden die Musik und dann auch der Tanz internationaler, was allen Beteiligten außerordentlichen Spaß bereitete. Dies war ein besonders eindrucksvolles Beispiel für europäisches Zusammenwachsen.

Nach einem farbenprächtigen Umzug nahmen am Samstagmorgen alle Gäste des großen Festes an einer von Jaghornbläsern feierlich gestalteten Hubertusmesse teil.
Zahlreiche Aktivitäten wurden den in die zehntausend gehenden Gästen auf verschiedenen Bühnen und Ständen geboten. Daneben gab es auch für die Gieboldehäuser Delegation die Möglichkeit, die Stadt Gàrdony bzw. die Umgebung kennen zu lernen. Am Samstagabend schließlich fand eine offizielle Geburtstagsparty statt, bei der in lockerer Atmosphäre launige Reden gehalten, Geschenke ausgetauscht, Lieder gesungen und kräftig miteinander getanzt wurde.

Am Sonntag war ein Ausflug rund um dem Velencer-See (auch “kleiner Balaton” genannt) angesagt.


Am Abend traf man sich dann wieder auf dem Festplatz zu verschiedenen Darbietungen. Während der Festtage hat es natürlich immer wieder Einzel- und Gruppengespräche gegeben, die die Wurzeln für die bisherige fünfjährige Partnerschaft weiter vertieft haben. Selbstverständlich wurde von der Gieboldehäuser Delegation der anlässlich der Partnerschaftsunterzeichnung in Gàrdony gepflanzte Baum, der sich prächtig entwickelt hat, mit mitgebrachten Hahle- und Rhumewasser begossen.

Verabredet wurde, dass im Oktober d.J. eine Jugendgruppe (junge Fußballer des SV Rhumspringe und ca. 20 Jugendliche aus der Samtgemeinde) Gárdony für eine Woche besuchen.

Im nächsten Jahr soll eine Bürgerfahrt, an der alle Interessierten teilnehmen können, nach Gàrdony durchgeführt werden.
Ebenso wird im Frühjahr 2010 zum 5. Mal eine Gruppe von ungarischen Jugendlichen Gieboldehausen für eine Woche besuchen.

Inzwischen gibt es einen regen Austausch dank der neuen Kommunikationsmittel zwischen den Menschen in Gieboldehausen und Gàrdony, und dies ganz im Sinne der europäischen Integration.
Um diese Partnerschaft noch besser zu begleiten, soll noch in diesem Jahr ein offizieller eingetragener deutsch-ungarischer Partnerschaftsverein gegründet werden.


Einladung aus Ungarn, April 2009 (pdf-Datei zum Download)


 Gegenzeichnungsurkunde (Gegenzeichnungsurkunde_2007_03_24.pdf)


Menschlich näher gekommen”

Weitere Begegnungen mit Ungarn in Gieboldehausen

Gieboldehausen (hho). “Nichts geht über persönliche Begegnungen”, meinte Gieboldehausens Bürgermeister Norbert Leineweber (CDU) nach dem Besuch einer Delegation aus der ungarischen Partnerstadt Gardony am Wochenende in der Fleckengemeinde. In einer Reihe von Veranstaltungen seien sich die Gastgeber und Gäste “menschlich näher gekommen”, betonte der Ratsvorsitzende.
Gardonys Bürgermeister István Tóth und Begleiter wurden am Niedersachsenhof von Bürgermeister Leineweber und Ratsmitglied Otmar Pfeifenbring nebst Ehefrauen empfangen. Dem offiziellen Empfang am ersten Abend im Schloss (Tageblatt berichtete) folgten Abstecher in die Kreisstadt nach Göttingen, zum Bioenergiedorf Jühnde und ins Grenzlandmuseum.

 

Auf dem katholischen Friedhof in Gieboldehausen wurden drei Ehrengräber von ungarischen Kriegsopfern besucht. Die ungarische Delegation legte dort drei Kränze, die Fleckengemeinde einen Blumenstrauß nieder.

 

Im Schlosshof pflanzten beide Bürgermeister einen Baum,
Bauhofleiter Herbert Stender attestierte.


 

Zum Gelingen der Begegnung trug auch Klaus Rheinländer vom Eichsfelder Möbelcenter bei. Er stellte den Gästen sein mittelständisches Unternehmen vor und lud zum gemeinsamen Abendessen ein. Mit einem Besuch von jungen Ungarn wird die Partnerschaft schon in Kürze vertieft.

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 31.03.2007


Partnerschaft mit Gárdony besiegelt

Bürgermeister unterzeichnen Vertrag

Der Grundstein zu einer Zusammenarbeit auf allen Ebenen des Gemeinde-lebens ist gelegt: Im Rahmen einer Feierstunde unterzeichneten Giebolde-hausens Bürgermeister Norbert Leineweber und sein ungarischer Amtskollege István Tóth aus Gárdony am Sonnabend den Partnerschaftsvertrag zwischen den beiden Kommunen.

Gieboldehausen (cs). Ein denkwürdiges Ereignis: Die ungarische Nationalhymne, Symbol des Widerstands im Kommunismus, ist am Sonnabend erstmals im historischen Gieboldehäuser Schloss erklungen. Bei der offiziellen Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde trug die fünfköpfige ungarische Delegation mit Bürgermeister Tóth, den Stadträtinnen Rita Muray, Ildiko Fekete und Katalin Erdei sowie Fahrer Gyula Márkus das Lied einem großen Kreis von Vertretern aus Politik, Kirche und Vereinen vor.

“Wir wünschen uns einen Austausch auf kommunalpolitischer, kultureller, sportlicher und kirchlicher Ebene”, betonte Flecken-Bürgermeister Norbert Leineweber. Besonders die Jugendlichen und die Vereine seien aufgerufen, die Partnerschaft mit Leben zu erfüllen. Erste Grundlagen seien bereits mit der Partnerschaft zwischen den Schulen und gegenseitigen Besuchen von Jugendgruppen gelegt worden. Auch die Kontakte von Pfadfindern, Tennisclub und Sozialverband zu ungarischen Vereinen wertete Leineweber als Zeichen für eine nachhaltige Partnerschaft: “Es haben sich vielfältige Kontakte ergeben, die sich vertiefen werden.”

Bunter reist in Partnerstadt

Schon im Mai 2006 war Leineweber mit einer Delegation ins Komitat Fejér gereist, um dort den Partnerschaftsvertrag zu unterschreiben. Seither schmückt eine Fahne der Partnerstadt das Schloss im Flecken. Natürlich hatten sich jetzt auch die Gieboldehäuser etwas Besonderes für ihre Gäste einfallen lassen: Eine Figur des Bunten mit einer Niederschrift der dazugehörigen Legende wird zukünftig im Rathaus von Gárdony an die Partnerschaft erinnern.
“Ich bin davon überzeugt, dass die Kontakte zwischen Bürgern aus Gieboldehausen und Gárdony immer mehr Freude bringen und hoffe, dass unsere Kinder die Ergebnisse dieses Vertrages genießen können”, blickte Gárdonys Bürgermeister Tóth in die Zukunft. Auch er setzte sich dafür ein, die Partnerschaft nicht als Austausch zwischen den Gemeinderäten zu sehen, sondern Freundschaften unter Vereinen, Privatpersonen und Jugendlichen zu fördern.
Als Chance, zur Völkerverständigung und zum europäischen Gedanken beizutragen, bezeichnete der stellvertretende Landrat und MdL Lothar Koch die Partnerschaft. Bei Besuchen im Komitat habe er schon oft die Großzügigkeit der ungarischen Gastfreundschaft genießen dürfen.

Symbol der Verbundenheit

“Möge die Partnerschaft wachsen, blühen und vielfältige Früchte tragen”, waren sich die beiden Bürgermeister abschließend einig. Als Symbol der Verbundenheit pflanzten sie, untermalt vom Auftritt des gemischten Chores, vor dem Schloss gemeinsam einen Baum. Eine Plakette erinnert nun an das historische Ereignis der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde.

 

 

Partnerschaft geschlossen: Bürgermeister István Tóth (l.), Amtskollege Norbert Leineweber und Stadträtin Katalin Erdei legen den Grundstein für einen lebendigen Austausch.

Entnommen aus Eichsfelder Tageblatt vom 26.03.2007
Foto: Theodoro da Silva

 


Stadtrat von Gardony zu Besuch

Delegation wird im März in Gieboldehausen empfangen

Gieboldehausen (hho). Die Partnerschaft zwischen Gieboldehausen und Gardony in Ungarn nimmt feste Formen an. Der Stadtrat der Partnerstadt wird im März im Eichsfeld erwartet Angelehnt an den deutschpolnischen oder deutsch-französischen Freundeskreis könnte sich in der Samtgemeinde ein deutsch-ungarischer Partnerschaftskreis entwickeln. Diesen Wunsch äußerte Flecken-Bürgermeister Norbert Leineweber vor Vertretern im Schloss, die größtenteils schon in die freundschaftlichen Beziehungen eingebunden sind oder diesen grundsätzlich aufgeschlossen gegenüberstehen.

Ziel der Verbindung mit den Ungarn sei die internationale Verständigung – vor allem auch im Bereich der Jugend, betonte Leineweber. Die Eltern in der Samtgemeinde sollten mit einbezogen werden, um Begegnungen von Kindern und Jugendlichen auf Partnerschaftsebene zu ermöglichen, sagte Leineweber. In Absprache mit Jugendreferentin Yvonne Petry, die er ebenfalls in der Runde begrüßte, seien in diesem Jahr solche Besuche geplant.

Seit 2004 gibt es auf unterschiedlichen Ebenen Kontakte und Begegnungen sowohl in Ungarn als auch in Gieboldehausen – beispielsweise unter Schulen, der Pfadfinderschaft und dem Sozialverband. Zu einem offiziellen Besuch weilte eine Delegation aus Gieboldehausen im vergangenen Jahr in Gardony. Hierbei war die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet worden (Tageblatt berichtete).

Im Grenzlandmuseum

Im Nachklang dazu werde vom 22. bis 25. März der Stadtrat von Gardony im Eichsfeld erwartet, betonte Leineweber. Die Gäste aus Ungarn sollen privat in der Fleckengemeinde untergebracht werden. Neben einem Abstecher in die Kreisstadt nach Göttingen sind Besichtigungen in der Umgebung geplant. Unter anderem im Grenzlandmuseum, dass für die Ungarn aufgrund ihrer Rolle bei der deutsch-deutschen Wiedervereinigung von besonderer Bedeutung sein könnte, war sich der Gesprächskreis einig.

Zum Programm zählt auch ein offizieller Empfang der Gäste im Schloss. Voraussichtlich soll dabei im Schlosshof ein Partnerschaftsschild enthüllt werden. Eine Fahne aus Gardony hängt inzwischen im Foyer des Rathauses. Olaf Müller von der Samtgemeindeverwaltung, der beim Festakt in Ungarn dabei war, hat sie angebracht.

Den kurzen Draht zu den Partnern im Komitat Szekesfehevar wird Frank Leineweber halten. Der Sohn des Bürgermeisters wurde von der Versammlung beauftragt, online Verbindung zu halten. Realschullehrer Heinz Nickel appellierte: “Die Partnerschaft kommt uns allen zugute.”

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 13.02.2007  /  Redakteur: Heinz Hobrecht - Foto: SI

 

Partnerschaft wächst:

Verwaltungsvertreter Olaf Müller hängt die Gardony-Fahne auf.